Wissenschaftlicher Abend „Die Kolonialgeschichte Deutschlands“
Mittwoch, 1. Mai 2019, 20:00 - 22:00

Referentin: Dr. phil. Pierrette Herzberger-Fofana

Frau Dr. Hersberger-Forfana ist Gymnasiallehrerin und Lehrbeauftragte an der FAU a.D. und Stadträtin in Erlangen seit 2005. Sie ist die erste Afrikanerin, die in Deutschland in einen Stadtrat gewählt wurde.  Als Gründungsmitglied von FORWARD-Germany (1998) und  Ex-Vorsitzende engagiert sie sich für die Abschaffung der Genitalverstümmelung an Frauen und Mädchen, für das Empowerment von  Migrantinnen sowie gegen Gewalt an Frauen und Rassismus.


Der 26. Februar 1885 gilt für Afrika als ein historisches Datum: Die  willkürliche Aufteilung und Grenzziehung der afrikanischen Länder  wurde von der Berliner Konferenz beschlossen. So ist die Aufteilung  Afrikas in Berlin ein Bestandteil deutscher Kolonialgeschichte, obwohl  die deutsche Öffentlichkeit kaum Notiz von diesem hegemonialen  Ereignis nimmt.
Im Vergleich zu den anderen ehemaligen Kolonialmächten: Frankreich,  Großbritannien, Portugal und Spanien ist in Deutschland die eigene  Kolonialgeschichte weit weniger bekannt. Welche Gebiete in Afrika  waren deutsche Kolonien? Wie waren diese organisiert und welche  Bedeutung hatten sie für das damalige Deutsche Kaiserrreich? Wie  gingen die Kolonialherren mit den Einheimischen um?
Frau Dr. Pierrette Herzberger-Fofana, Autorin des Buches „Berlin 125  Jahre danach. Eine fast vergessene deutsch-afrikanische Geschichte"  informiert über die bis heute hochaktuelle Verarbeitung des Kolonialerbes, sensibilisiert für einen kritischen Umgang mit neokolonialen  Denkmustern und stellt Lösungswege vor, die zu einer endgültigen  Entkolonialisierung führen.

 

Beginn s.t.